„Wellenförmig bewegte Bildbahnen durchziehen die runden Leuchtdisplays der Sternenpassage und treten in Dialog mit der barocken Architektur des Raumes. Unter dem Tonnengewölbe entfalten die gezeigten Arbeiten eine Spannung zwischen wissenschaftlicher Ordnung und subjektiver Erfahrung, zwischen kosmologischem Modell und körperlicher Spur. In der Serie Vortices werden fotografische Selbstporträts mit Formen der Transformation verbunden und Identität als etwas Bewegliches, Fragiles und Prozesshaftes sichtbar gemacht.
Die seit 2017 entstehende Serie basiert auf fotografischen Selbstporträts. Diese Aufnahmen erscheinen jedoch nicht als stabile Abbilder einer Person, sondern als Ausgangsmaterial eines offenen materiellen Prozesses. Durch präzise Einschnitte, Verschiebungen und physische Eingriffe wird die Oberfläche der Fotografien grundlegend verändert. Die Bilder werden aufgeschnitten, aufgefächert und neu strukturiert. Aus der glatten fotografischen Fläche entstehen fragile Bildkörper, deren Linien an Strömungen, Wellenbewegungen oder magnetische Felder erinnern.“
Sabine Jelinek
Als Mikromuseum präsentiert die Sternenpassage im MuseumsQuartier wechselnd Künstler:innen, die im weiteren Sinn zum Thema Fotografie arbeiten: mit Belichtungen und Lichterscheinungen. Gezeigt werden ihre Werke in fünf runden, leuchtenden Wandvitrinen. Der Kleinkatalog Lumen Zine begleitet die Ausstellungen in der Passage und erweitert sie kontextuell.
Lumen Zine | Magazin der Sternenpassage | MQ Wien | 16















